Aktuelles




Heidter Blättchen 2011 online
Obelisk wurde wieder eingeweiht
GESCHENKTIPP! "1200 Jahre Barmen - Die Stadtgeschichte"
von Hans Joachim de Bruyn-Ouboter:
288 Seiten mit 530 Fotos, ISBN: 978-3-939843-10-8, 29,95 Euro

Wuppertal wehrt sich
aus der Bezirksvertretung
Sendemast Albertstrasse / INFO-Veranstaltung Mobilfunk
Restaurierung von Wandbildern in der ehemaligen Textilschule
Sendemast Albertstrasse WZ-Artikel / Online-Umfrage
2.er "Runder Tisch" zum Sendemast


 

 

 



Wuppertal wehrt sich

Um was geht es?

Auch Wuppertal hat ein Recht auf Zukunft!

Dienstag, 14. April 2009

PETITIONSTEXT: Der finanzielle Gestaltungsspielraum der Stadt Wuppertal wird seit Jahren dramatisch geringer mit verheerenden Folgen für uns alle. Fehlendes Geld für notwendige Investitionen lässt den Mangel in der Stadt sichtbar werden: Die Straßen und Plätze verkommen. Die Pflege von Gebäuden und Einrichtungen ist dringend notwendig. Soziale und kulturelle Angebote stehen vor dem Aus. Mittagessen für bedürftige Kinder, Taxifahrten für Behinderte - alles steht auf dem Sparplan. Kulturförderung reduziert sich auf das Verteilen von Almosen. Unsere Stadt wird „kaputt” gespart.

Alle Infos mit Online-Petition unter : www.wuppertal-wehrt-sich.de



Heidter Blättchen (Nr. 37/ 2008)

In diesem Jahr kann das Heidter Blättchen erstmalig als 64-seitige pdf-Datei komplett "online" gelesen werden und heruntergeladen werden. Die Datei ist etwa 5MB groß.Je nach DSL-Verbindung dauert das zwischen 4 und 40 sec.

Zum Betrachten sollte aber eine PDF-Leseprogramm installiert sein.
Das bekannteste ist der Acrobat Reader (23,1MB), den es hier gibt und auf vielen Computern bereits vorhanden ist. Alternativ kann aber auch mit 2,1MB ein wesentlich schlankeres Programm (Foxit-Reader) hier heruntergeladen werden.

Zum online-Lesen einfach die Titelseite anklicken.
Zum Herunterladen mit der rechten Maustaste die Option "speichern unter" wählen .
Viel Vergnügen bei der Lektüre!


 

aus der Bezirksvertretung

Auf den Seiten der Stadt Wuppertal kann man im RIS (=RatsInformationsSystem) auch im Volltext recherchieren!



KIndertageststätte "Wichtel eV" gerettet

Barmer Stadthalle (heute: Wupperverband)

Die wegen einer fehlenden Feuerschutztreppe von der Schließung bedrohte und seit 21 Jahren an der Alberstraße existierende Kindertagesstätte „Wichtel e.V.“ konnte durch den Einsatz vieler Mitbürger gerettet werden. Handwerker, die ihre Rechnungen stark reduzierten, die Mitarbeit und Spendenbereitschaft von WSV-Präsident Friedhelm Runge und seines technischen Werkleiters sowie die großzügige Spende von Euro 30.000,- des Ehepaares Dagmar und Paul-Horst Hackenberg ermöglichten es. Insgesamt kamen rund Euro 90.000,- zusammen, die in den Umbau und Ausbau des Gebäudes gesteckt wurden. Die Vereinsvorsitzende Frau Ursula Schostock äußerte sich sehr zufrieden über die Rettung der Kindertagesstätte. Sollte ein Käufer für das Haus gefunden werden, es steht unter Insolvenzverwaltung, droht den „Wichteln“ keine Gefahr, denn es gibt einen Mietvertrag für die nächsten 15 Jahre.
Wir freuen uns auch sehr über diesen Rettungsakt und wünschen dem Verein eine ersprießliche und sorgenfreie Zunkuft und danken dem Team für die fürsorgliche Tätigkeit an unseren kleinen Mitbürgern.

 

 


 

 

Obelisk wird wieder eingeweiht

12 Tafeln zu Spuren der Barmer Bergbahn

Am kommenden Samstag, 3. Juli, bittet der Barmer Verschönerungsverein um 14 Uhr zur Wiedereinweihung des ältesten Denkmals in den Barmer Anlagen. Der oberhalb der Bushaltestelle Barmer Anlagen stehende „Obelisk“ wurde aufwändig saniert und für die Zukunft widerstandsfähig gemacht, mit einer Schutzschicht gesichert. Bei den Bauarbeiten legten die Arbeiter eine zusätzliche Stufe frei, die wohl zugeschüttet worden war, als nach dem 1955 erfolgten Abriss des Barmer Planetariums die große Wiese eingeebnet wurde. Nun hat das Denkmal auch die eiserne Umzäunung zurück erhalten. Mitglieder des Verschönerungsvereins haben das nötige Geld gespendet.
Ruth Meyer-Kahrweg berichtete 1991 in ihrem Buch „Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal“ (Born-Verlag), dass es sich um ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen von 1864 und 1866 handelt. Am 16. Juni 1869 fand die Einweihung des als „Obelisk“ bekannten ältesten der noch erhaltenen Kriegerdenkmäler Wuppertals statt. Pastor Emil Frommel von der evangelisch-lutherischen Gemeinde Wupperfeld hielt die Weiherede.
Das Denkmal aus grauem Sandstein, das auf dem Gelände des Barmer Verschönerungsvereins errichtet wurde, widmeten die Bürger Barmens zwei Gefallenen des Deutsch-Dänischen Krieges, der bei der Schlacht an den Düppeler Schanzen seinen Höhepunkt gefunden hatte, und den 19 Gefallenen des Deutschen Krieges, der nicht in Böhmen bei Königsgrätz, sondern auch in Hessen und Franken ausgefochten wurde. Die Namen der Toten sind mit Sterbedatum und –ort auf weißen Marmortafeln verzeichnet. Die oberen Flächen des Obelisken erhielten als Schmuck steinerne Symbole der Trauer und der Ehre. Ursprünglich war das Denkmal an zwei Seiten von einer niedrigen Mauer umgeben und hatte eine eiserne Umzäunung. Der Einweihung des Denkmals war am Vormittag auf dem Carnaper Exerzierplatz die Weihe der Fahne vorangegangen, die König Wilhelm von Preußen dem Barmer Landwehrbataillon Nr. 39 zuvor verliehen hatte. Im Beisein aller Landwehr- und Kriegervereine der Umgebung wurde die Zeremonie durch General von Zastrow aus Münster und Generalmajor von Schmeling aus Wesel durchgeführt.
Nach der Wiedereinweihung des Obelisken werden 12 Tafeln „Spuren der Barmer Bergbahn“ vorgestellt, die der Verschönerungsverein entlang Trasse aufstellen ließ. Einen Tag später vor 51 Jahren, am 4. Juli 1959, wurde die Barmer Bergbahn trotz heftiger Bürgerproteste stillgelegt. Der BVV-Vorstand dankt der Wolk AG und dem Wupperverband für die finanzielle Unterstützung. In Worten von Klaus-Günther Conrads und historischen Bildern aus verschiedenen Archiven wird die Geschichte der unvergessenen Zahnradbahn (1894-1959) nachgezeichnet. Geplant ist eine Fortsetzung der Route bis zum Clef, wo sich einst der Bergbahnhof (Talstation) befunden hat. Dazu muss zunächst die Finanzierung gesichert werden.
Dem Parkfest zum 140. Geburtstag am 8. Dezember 1864 von 2004 folgend präsentiert sich der traditionsreiche Verschönerungsverein mit einem neuen Slogan: „Zauberhafte Barmer Anlagen“.

Nach der Sanierung der Dicke-Ibach-Treppe hat der Verschönerungsverein mit dem Ehrenmal ein weiteres geerbtes Denkmal gesichert und dem alten Zustand angeglichen.


Foto: Conrads

 


 

Sendemast Albertstrasse

Seit Sommer 2006 sorgt ein neu errichteter UMTS-Sendemast im Quartier für Unruhe. Nachdem die Absicht eine Sendeanlage auf dem Turm der Lutherkirche zu installieren am Widerstand der Gemeinde scheiterte, fand die "Deutsche Funkturm GmbH", eine Tochter der Telekom, einen neuen Standort auf einem Haus in der Albertstraße. Da das Gebäude mitten in einem Wohnblock liegt, formierte sich rasch eine große Anzahl von Anwohnern, die sich kritisch mit der Sendeanlage auseinandersetzen und den Beteuerungen der Betreiber hinsichtlich der gesundheitlichen Unbedenklichkeit keinen rechten Glauben schenken.
Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht und dabei den Blick auch mal noch oben richtet, stellt selbst fest, dass auch auf dem Heidt bereits eine Reihe dieser Sender installiert sind. Neben dem Wohnhaus an der Heckinghauser Str. / Brändströmstr., gibt es weitere Masten auf dem Gebäude von Runkel und Schmidt an der Brädströmstr. sowie auf dem Dach von Ford Jungmann und in der Albertstr. gegenüber der alten Brauerei. Die letzen beiden sind sogar in unmittelbarer Nähe bzw. auf dem Gebäude von Kindertagesstätten.
Aber auch im Bereich der Talsohle gibt es seit graumer Zeit nicht nur auf dem ehemaligen Kaufhof und dem Verwaltungsgebäude am Clef einen wahren "Antennenwald"

Nachdem nun eine Vielzahl von Unterschriften gesammelt wurden, erklärten sich Betreiber, Stadt Wuppertal und weitere Verantwortliche zu einem Dialog in Form eines "runden Tisches" mit den Bürgern bereit.
Um das Missfallen der Anwohner auch optisch zu verdeutlichen, wurde eine "Fensteraktion" gestartet, die darin besteht, orangefarbene Flyer in die Fenste der Häuser und die Scheiben der geparkten Autos zu hängen, um bei einem Ortstermin Anfang Dezember auch optisch zu zeigen, dass viele Anwohner mit der Inbetriebnahme nicht einverstanden sind.
Weitere Infomationen und Quellen zu den Risiken elektromagnetischer Strahlung gibt es im Internet. Auf der Webseite der Initiative sind eine ganze Reihe Links zu finden, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Da es sich um einen sog. "Blog" handelt, besteht auch die Möglichkeit die Beiträge zu kommentieren.
Der bisherige Prostest hat dazu geführt, dass am 21.06.07, 16:00 Uhr eine Informationsveranstaltung der Stadt Wuppertal unter Beteiligung des OB Jung im Lutherheim stattfand. Dort wurde u.a. bestätigt, dass der Sender eine Strahlenbelastung verursacht, die zu den höchsten in Deutschland gehört. Neben lokalen Printmedien war auch der WDR mit einem Kamerateam vor Ort.
Das Pressescho, Kommentare und weitere Meinungen zum Thema gibt es >> hier <<
Leserbriefe zu der Thematik können per Mail
- redaktion.leserbriefe@westdeutsche-zeitung.de oder
- stefan.melneczuk@westdeutsche-zeitung.de oder per Fax an 0202 / 717 - 2604
an die Lokalredaktion der WZ gerichtet werden.

Beitrag der WDR Lokalzeit v. 21.06.07 zum Thema:



 

 


Sendemast Albertstrasse WZ-Artikel / Online-Umfrage

Die Westdeutsche Zeitung veröffentlichte am 19.10.07 einen umfangreichen Artikel über die Mobilfunkmasten in Wuppertal, insbesondere über den Problemstandort in der Albertstr. 82a.

Gleichzeitig startete die Zeitung eine WZ-Newsline-Umfrage unter der Fragestellung
Neben der aussergewöhnlichen hohen Beteiligung (1745 Stimmen) fiel das Ergebnis eindeutig aus:

Haben Sie bei der Vielzahl von Mobilfunkmasten in Wuppertal ein ungutes Gefühl?

86,6% sagten: " Ja, ich glaube, die Sender sind ein Gesundheitsrisiko."

und nur

13,4% meinten " Nein, ich glaube nicht, dass vom Mobilfunk eine Gefahr ausgeht."


2.ter "runder Tisch zum Sendemast

Eine umfagreiche Stellungnahme zum Protokoll dieser Veranstaltung zeigt ganz detailliert, dass hier offenbar mit Taschenspielertricks gearbeitet wird und die immense Belastung weiterhin ungerecht verteilt werden soll.:

"Sehr geehrte Herren,
das von Ihnen überlassene Protokoll zu der Veranstaltung 22.04.08 schließt mit dem Appell:
„Abschließend wird sowohl von der Politik wie auch von der Verwaltung an den Teilnehmerkreis
appelliert, sich sachbezogen und entsprechend dem Stand der Wissenschaft und Technik einer
Lösung zu nähern.“

Nach der von mir -als Teilnehmer an dieser Veranstaltung- vertretenen Auffassung sollte sich gerade auch der Verfasser dieses „Protokolls“ an erster Stelle an die u.a. von ihm an den Teilnehmerkreis gerichteten Inhalte seines Appells halten, woran es offensichtlich fehlt, da das Protokoll teils Ausführungen enthält, die zu keiner Zeit im Rahmen der Veranstaltung besprochen wurden (s. hierzu beispielhaft zu A) (wie es bereits schon für das Protokoll zum 1. „runden Tisch“ am 01.12.2006 der Fall war, als der Verfasser des damaligen Protokolls die Lutherkirche als Alternativstandort von sich aus in das Protokoll aufgenommen hatte, ohne dass diese auch nur ansatzweise im Rahmen der Veranstaltung thematisiert worden war), teils wesentliche Inhalte der Veranstaltung unterlässt mitzuteilen (s. hierzu beispielhaft zu B).

A)
Für das Protokollieren in der Veranstaltung nicht besprochener Inhalte nur ein

Bespiel:
„Die jetzt vorhandenen 6 Sender werden ersetzt durch Dualband-Antennen. Bezüglich der Ausrichtung der Hauptsendeeinrichtungen wird den Empfehlungen des Gutachtens der IMST aus 2007 gefolgt.“
Nicht nur, dass dieser Aspekt (angebliche Empfehlung IMST) in der Veranstaltung 22.04.08 nicht einmal thematisiert wurde. Vielmehr hat IMST darüber hinaus die Ausrichtung der Hauptsendeeinrichtungen in dem betreffenden Gutachten zu keiner Zeit „empfohlen“, sondern den Umbauvorschlag lediglich insgesamt begutachtet. Und: Im Gegenteil hat sich IMST auf Nachfrage im Rahmen der Vorstellung des Gutachtens am 21.06.07 dahingehend geäußert, dass 1. Schon die Auswahl des Standortes Albertstr. 82a ist „wenig glücklich“ (s. auch Westdeutsche Zeitung v. 22.06.07) und 2. Schon die Auswahl des Standortes Albertstr. 82a widerspricht dem, was IMST im Hinblick auf die Anforderungen an die Auswahl von Standorten vertritt und auch den Mobilfunkbetreibern im Rahmen von Seminaren (etc.) vermittelt. 3. Gerade die Entscheidung des Oberbürgermeisters und der Stadtverwaltung, den Umbauvorschlag zu Gunsten der Teilverlagerung der bergseitigen Sendeeinheiten abzulehnen, wird nach IMST durch das Gutachten gestützt (so u.a. auch WZ v. 22.06.07).

B)
Bei der Unterlassung der Mitteilung wesentlicher Inhalte der Veranstaltung ist offensichtlich, dass es sich ausschließlich um solche Umstände handelt, die sich auf die in Rede stehende Verlagerung des bergseitigen Sendeeinheiten auf das städtische Grundstück Lortzingstr. beziehen und für die Verlagerung auf diesen Ersatzstandort sprechen würden, hierfür nur einige

Beispiele:

1. T-Mobile führt im Rahmen der Veranstaltung wiederholt - insbesondere in Richtung der Stadtverwaltung- aus, dass sich die Spitze der Stadt (Oberbürgermeister Jung) und T-Mobiles West im Rahmen des Spitzengespräches Ende 2007 auf die Verlagerung der bergseitigen Sendeeinheiten auf das städtische Grundstück Lortzingstr. bereits verständigt haben.
2. T-Mobile teilt mit, dass es sich bei dem städtischen Grundstück Lortzingstr. auch unter funktechnischen Gesichtspunkten um „den idealen“ Ersatzstandort für die 2 der insgesamt 6 Sendeeinheiten handelt.
3. T-Mobile erklärt auf (meine) Nachfrage: Das Umfeld Lortzingstr. wird aktuell (Anm: dh. seit nunmehr bald 2 Jahren) mobilfunktechnisch über den Funkmast Albertstr. versorgt. (Anm.: Dies wäre auch im Falle des bloßen Umbaus des Standortes Albertstr. 82a und auch bei Verlagerung auf den Kirchturm der Lutherkirche auch weiterhin auf Kosten der Anwohner des Heidt der Fall, obwohl mit der Realisierung des Ersatzstandortes Lortzingstr. eine Strahlenbelastung entstünde, die nicht einmal die für Wuppertal durchschnittlichen Strahlenwerte erreicht und i.d.S. sogar unterdurchschnittlich wäre, hingegen der Umbauvorschlag im Umfeld Albertstr. mit ca. 5 V/m zu einer um ein Vielfaches höheren Strahlenbelastung als im Umfeld Lortzingstr.(0,5 -2 V/m) und als dem Durchschnitt in Wuppertal (1,5 -2 V/m) führen würde).
4. T-Mobile erklärt, dass sie den Ersatzstandort für Verlagerung der bergseitigen Sendeeinheiten auf das städt. Grundstück Lortzingstr. sofort realisieren wird, sobald die Stadtverwaltung dieses entsprechend der auf Spitzenebene bereits getroffenen Vereinbarung dann auch zulässt.
5. Der Verfasser des Protokolls weist zwar ausdrücklich und damit besonders darauf hin, dass es im Falle der Realisierung des Umbauvorschlages der T-Mobile im Umfeld des Funkmastes Albertstr. weiterhin zu einer Strahlenbelastung von 4-5 V/m kommen wird. Er unterlässt in dem Protokoll jedoch jeden Hinweis darauf, dass es im Falle der Teilverlagerung der bergseitigen Sendeeinheiten auf das städtische Grundstück Lortzingstr. im dortigen Umfeld lediglich zu einer Strahlenbelastung von 0,5-2 V/m kommen würde, die nicht einmal dem für Wuppertal durchschnittlichen Wert einer Strahlenbelastung in Höhe von 1,5-2 V/m entspricht. Die Nichterwähnung dieses Umstandes ist dabei umso bemerkenswerter, als er sich gerade aus dem mündlichen Vorbringen des Verfassers des Protokolls im Rahmen der Veranstaltung und zumindest teilweise auch aus den weiteren Anlagen ergibt, die der Verfasser des Protokolls nun als Anlage zu seiner Mail zur Verfügung gestellt hat.

Im Hinblick auf das Unterlassen der Mitteilung von wesentlichen Inhalten der Veranstaltung vom 22.04.08 durch den Verfasser des Protokolls fällt ganz besonders stark ins Auge, dass sich seine weiteren Ausführungen zu möglichen Ersatzstandorten für den Funkmast Albertstr. 82a allein auf die Lutherkirche und auf den Umbauvorschlag der T-Mobile bzgl. des Standortes Albertstr. 82a beschränken und er den bereits auf Spitzenebene vereinbarten Ersatzstandort auf dem städtischen Grundstück Lortzingstr. bis auf seine bloße Erwähnung als möglicher Alternative im Weiteren völlig außen vor lässt. Ob dies mit den von T-Mobile mitgeteilten Vermarktungsabsichten der Stadtverwaltung für dieses Grundstück zu tun hat, wegen der die Stadtverwaltung das entsprechende Angebot für diesen Standort nach T-Mobile 2007 bereits schon einmal zurückgezogen hatte, weiß allein die Stadtverwaltung zu beantworten,
aber:
Treffen die Ausführungen der T-Mobile zu, die Stadtverwaltung schon Anfang 2006, dh. weit vor der tatsächlichen Errichtung des Funkmastes Albertstr. 82a, über den konkreten Standort informiert zu haben, die Stadtverwaltung hierzu jedoch geschwiegen habe, so dass T-Mobile vom Einverständnis der Stadtverwaltung bzgl. dieses konkreten Standortes ausging und ihn daraufhin im Sommer 2006 realisierte – soll es denn dann gerade auf diesem Hintergrund gerecht sein, den Vermarktungsinteressen der Stadt den Vorrang gegenüber den berechtigten Interessen der Heidter einzuräumen, oder wäre es dann nicht gerechter, dass die Stadt den Preis für das angebliche Versäumnis trägt, indem sie vielleicht weniger erlöst, als dass die Anwohner des Heidt ihn zahlen müssen?
Und:
Wenn schon die mobilfunktechnische Versorgung auch des Umfeldes Lortzingstr. nunmehr seit fast 2 Jahren über den Standort Albertstr. 82a erfolgt, die Heidter es mit bis dato mit einer der unbestritten höchsten Strahlenbelastungen in ganz Deutschland zu tun haben und auch die Realisierung des Umbauvorschlages auch weiterhin zu einer doch immer noch sehr hohen Strahlenbelastung der Heidter mit ca. 5 V/m führen wird – wäre es denn dann nicht schon allein unter Gerechtigkeitserwägungen an der Zeit, die Last gleichmäßig auch auf die zu verteilen, die bis dato von dem Funkmast Albertstr. profitiert haben, ohne die sich daraus ergebenden Lasten tragen zu müssen? Dieses umso mehr, als sich die durch die Teilverlagerung auf das städtische Grundstück ergebende Strahlenbelastung nur auf diese Weise in gleichem Maße dann auch auf alle Nutzer verteilen würde, wie es ja noch im letzten Jahr in den Medien im Hinblick auf die Verlagerung auf das betr. Grundstück gerade von der Stadtverwaltung selbst noch vertreten wurde?
Auffallend ist weiterhin, dass das Protokoll Ausführungen der Teilnehmer des Vereins Schenkendorfplatz ausdrücklich vorhält, es sich jedoch hinsichtlich der Ausführungen der Vertreter der Bürgerinitiative Albertstr. auf den bloßen Hinweis beschränkt: „Die Bürgerinitiative der Albertstraße gibt deutlich zu erkennen, dass sie mit einem derartigen Ergebnis nicht einverstanden ist.“
Insoweit unterlässt der Protokollant der Stadtverwaltung u.a. die Ausführung der Bürgerinitiative Albertstr., dass es sich bei dem von T-Mobile (erneut) unterbreiteten bloßen Umbauvorschlag um den Vorschlag von T-Mobile handelt, der bereits Anfang 2007 von T-Mobile unterbreitet wurde, den die Stadtverwaltung über T-Mobile durch das Institut IMST hat begutachten lassen und den Oberbürgermeister Herr Jung und die Stadtverwaltung auf der Grundlage des Gutachtenergebnisses bereits im Rahmen der Veranstaltung im Gemeindezentrum der Lutherkirche am 21.06.07 öffentlich abgelehnt haben, da er nicht zu einer Entlastung des Umfeldes Albertstr. 82a führe, die von der Stadt Wuppertal unter Hinweis auf die durchschnittliche Strahlenbelastung in Wuppertal in Höhe von 1-2 V/m als erforderlich angesehen wird und diese zu geringe Entlastung zudem noch zu einen Anstieg der Belastung der übrigen Anwohner des Umfeldes Albertstr. 82a auf ca. 4 V/m führen würde, die mit Blick auf die durchschnittliche Belastung in Wuppertal von 1-2 V/m nicht zugelassen werden kann, so dass der (jetzt wieder in Rede stehende) Umbauvorschlag T-Mobiles (damals) nicht als mit den Zielen der Stadt Wuppertal vereinbar angesehen werde. Auf dieser Grundlage folgerte die Stadtverwaltung weiter, dass allein der kurzfristige Abbau/ die Verlagerung der bergseitigen Sendeeinheiten des Funkmastes Albertstr. mit den Zielen der Stadtverwaltung vereinbar ist, wie sie es bereits seit 2006 fordert und den Anwohnern des Heidt in Aussicht stellt. (Hierzu wurde seitens der Stadtverwaltung im Rahmen der Veranstaltung v. 21.06.07 weiter mitgeteilt, dass man mit der Bau-BG auch schon einen Standort gefunden habe.
Dafür gab es damals viel Beifall – dumm gelaufen, denn die Stadtverwaltung hatte die Verantwortlichen der Bau-BG zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gefragt und prompt eine Absage bekommen.
Auf dieser Grundlage kann m.E. keine Rede davon sein, dass das Protokoll zur Veranstaltung am 22.04.08 als sachbezogener Beitrag in der Sache zu werten ist, den die Stadtverwaltung zumindest aber von den Anwohnern der betreffenden Umfelder Heidt und Lortzingstr. fordert. Dieses umso weniger, als das Protokoll das im Rahmen dieser Veranstaltung Besprochene schon grundlegend unzutreffend wiedergibt. Insoweit nehme ich ergänzend auf die in der Anlage überlassene Darstellung der tatsächlichen Inhalte der Veranstaltung Bezug und ersuche die Stadtverwaltung, ihr Protokoll auch auf dieser Grundlage zu überarbeiten, es damit den weiteren tatsächlichen Inhalten der Veranstaltung vom 22.04.08 anzupassen und den Teilnehmern dann erneut zur Verfügung zu stellen.
Dies nicht zuletzt mit Blick darauf, dass die Stadtverwaltung in Richtung der teilnehmenden Bürger zudem appelliert „sich entsprechend dem Stand der Wissenschaft und Technik einer Lösung zu nähern“:
Das Institut IMST hat sich (s.o.) zur Frage Wissenschaft und Technik im Hinblick auf den Standort Albertstr. 82a eindeutig geäußert. Daran ändert nicht, dass die Stadtverwaltung sich entgegen ihrer ursprünglichen Ablehnung des bereits schon einmal von T-Mobile unterbreiteten und von ihr und dem Oberbürgermeister noch am 21.06.07 öffentlich völlig zu Recht abgelehnten Umbauvorschlag aus m.E. sachlich nicht nachvollziehbaren Gründen entgegen der von ihr selbst geforderten Gleichbehandlung aller Wuppertaler nun doch für die Realisierung dieses damaligen Umbauvorschlages entscheidet, obwohl er nach ihrem eigenen Bekunden ja gerade keine hinreichende Entlastung für die Heidter Anwohner bieten, sondern z.T. sogar bekanntlich zu einer überdurchschnittlichen Mehrbelastung führen wird. In der von Politik (BV) und Stadtverwaltung bemühten Wissenschaft und wohl selbst bei dem Experten der Stadtverwaltung dürfte außer Frage stehen: Je höher die betreffende Strahlenbelastung durch Mobilfunkmasten ist, desto nachhaltiger sind die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen.
Mit dem von der Stadtverwaltung und Politik (BV) nunmehr offenbar eingeschlagenen Weg des bloßen Umbaus des Funkmastes Albertstr. 82a und der -wenn überhaupt- jetzt nur noch angedachten „mittelfristigen“ Teilverlagerung der bergseitigen Sendeinheit(en) (die von der Stadtverwaltung bereits 2006 und auch selbst noch im August 2007 noch als kurzfristig umzusetzendes Minimalziel deklariert wurde um daran anschließend mittelfristig die Aufgabe des gesamten Standort Albertstr. 82a herbeizuführen) widerspricht damit vollends dem, was die Stadtverwaltung und Politik im Rahmen ihres Appells zumindest von den teilnehmenden Bürgern erwartet, ohne diese Anforderungen scheinbar selbst erfüllen zu wollen.

 

 

©2006 aron